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16.10.2015

Henri, wie geht es ihnen?

Sehr gut, ich reise viel und arbeite für Eurosport und an meinem Padel-Projekt, zudem spiele ich bei Tennis-Exhibitions und auf der ATP Champions Tour.

Wir würden gerne mehr über Sie und Ihre Vorlieben erfahren ...

Welchen Film haben Sie zuletzt gesehen und welche sind Ihre Favoriten?

Da gibt es einige, aber Avatar ist zum Beispiel fantastisch!

 

Lieblingsband oder -künstler?

U2 und natürlich die Rolling Stones.

 

Lieblingsessen?

Die Gratins meiner Frau sind sensationell!!!

 

Lieblingsgetränk?

Wasser ...

 

Zurück zum Tennis – wenn Sie nicht Henri Leconte wären, welcher Tennisspieler 

(aktiv oder nicht) wären Sie gerne und weshalb?

Jeder bewundert Roger Federer. Wie auch immer, ja, ich wäre gerne wie er! Aus meiner Generation und davor würde ich Nastase wegen seines Talentes nehmen, und natürlich McEnroe!

 

Lieblingsbelag?

Sand und Gras!

 

Lassen Sie uns etwas über Tennissaiten sprechen – welche bevorzugen Sie?

Naturdarm.

 

Sind Sie interessiert und oder verfolgen Sie den technischen Fortschritt der Materialien wie etwa bei Schlägern, Saiten usw.?

Selbstverständlich interessiert mich das. Wir alle sind daran interessiert.

 

Henri Leconte Padel – wo stehen wir da?

Wir machen Fortschritte und gemeinsam mit meinen Partnern gründen wir Henri Leconte Padel Clubs (HLPC) in Frankreich darüber hinaus. Ein neuer HLPC eröffnet zum Beispiel in Reichstett bei Straßburg. Wir erwarten zudem weitere Informationen von der FFT (franz. Tennisverband) wie wir gemeinsam weitermachen wollen.

Was sind Henri Lecontes Ziele in den kommenden Monaten und Jahren?

Glücklich und gesund zu sein! Das gilt natürlich auch für meine Familie.

Danke Henri und viel Glück!








04.09.2015

Interview #2 Henri Leconte: US Open 2015 Avantge Leconte

US Open 2015: Interview mit Henri Leconte, Berater und Präsenter bei Eurosport
Während des Turniers (31. August bis 13. September 2015) hat der ehemalige French Open Finalist seine eigene Show „Avantage Leconte“ auf Eurosport, in der er ganz offen und ehrlich ausspricht, was er denkt.

Was unterscheidet „Avantage Leconte“ von anderen Tennisshows und was ist anders an den US Open?

Die Show ist immer in Bewegung, wir sind nie am gleichen Ort. Immer an anderen Plätzen: Auf dem Dach, im Studio, auf den Plätzen ... Es ist eine ganz spezielle Situation bei den US Open. Wir haben nicht die gleiche Ausstattung wie etwa bei Roland Garros und versuchen dynamischer zu sein. Wegen der Night Sessions in New York ist immer noch ein zusätzlicher Reiz. Nachts ist es noch verrückter, die Leute sind glücklich, singen und tanzen. Sie sind tatsächlich relaxed, das ist New York.

Wie ist die Atmosphäre beim Tennis während der US Open?
Die Leute lieben den Tennissport auf die amerikanische Art. Als wir (die Legenden) in den Achtzigern hier spielten war es das totale Durcheinander – wegen dem Lärm! Heutzutage ist es immer noch etwas schräg, die Zuschauer sind immer noch laut und überall ist sehr viel Musik. Es ist ein Grand Slam Turnier wo du mental gut vorbereitet sein mußt. Und die Einflüsse von außen erhöhen zudem den Druck.

Sind die heutigen Spieler so zugänglich wie zuvor?
Nein. Es ist kompliziert wegen der vielen Anfragen und des enormen Druckes. Dazu kommen Entourage und Trainer der Spieler, die viele Anfragen von Journalisten abblocken. Zudem existierten zu unserer Zeit keine Sozialen Netzwerke, deswegen kommunizieren die Spieler heute nicht so wie wir das taten.

Haben sie Angst zu reden?
Ja, das ist ganz offensichtlich. Sie sind so besorgt, in permanenter Furcht. Sie kommunizieren absolut emotionslos. Das geht dann etwa so: ‚Ja, ich habe gut gespielt, ich bin glücklich. Vielen Dank und auf Wiedersehn.’ Wir waren offener und kontaktfreudiger. Und zögerten nicht, auch Mal „Scheiße“ zu sagen. Ihr Problem ist, dass sie Angst haben, in die Falle gelockt zu werden. Und soziale Netzwerke sind diesbezüglich nicht gerade hilfreich. Tatschlich haben sie es noch schlimmer gemacht. Einige Spieler wie Djoko (Novak Djokovic), Roger (Federer) und Rafael (Nadal) stellen sich manchmal hin und reden. Aber die anderen haben im Vergleich zu unserer Generation zu viel Angst davor.

Erzählen Sie uns etwas über Ihre Generation, was haben Sie getan?
Sie würden vom Stuhl fallen hätten Sie mitgekriegt, was wir (Connors, McEnroe, Becker oder ich) uns zu der Zeit gegenseitig an die Köpfe geschmissen haben! Der sogenannte Skandal zwischen Kyrgios und Stan Wawrinka bringt mich zum Lachen. Hätten wir alles aufgenommen, was wir gesagt haben, wäre am nächsten Tag kein Spieler mehr auf dem Platz gestanden – aus Wut oder weil sie total von der Rolle gewesen wären. Aber, wir waren und sind Freunde – auch wenn wir uns auch mal richtig die Meinung sagen.

01.09.2015

Interview Henri Leconte: US Open 2015 Avantge Leconte

Henri Leconte liebt New York. Seit Montag moderiert der ehemalige French Open Finalist auf Eurosport seine eigene Show: Avantage Leconte. In dieser Talkshow nimmt er kein Blatt vor den Mund.

Was zeichnet die US Open aus?
Das ist der letzte Grand-Slam, das letzte Turnier der Saison. Jeder ist müde, und die Tatsache, dass es auf Hartplatz gespielt wird, macht es nicht leichter. In Australien ist jeder total entspannt und die Zuschauer sind begeistert. Roland Garros ist auf Sand und hat viel Charme. Wimbledon verfügt über ein Regelwerk und viel Tradition. Kein Raum für Improvisation und Kreativität, wenn es um Outfits geht. Alle Outfits müßen weiß sein. Bei den US Open gibt es Burger und Pommes. In der Tat es wird den ganzen Tag überall gegessen. Die US Open sind eine großartige Show und nur die Amerikaner können das so hinkriegen.

Wie sind die amerikanischen Tennis Fans - wie ist die Atmosphäre?
Sie schreien und es ist laut. Die Musik ist allgegenwärtig. Und die Flugzeuge auch. Das sind die US Open. Es ist und bleibt ein "verrücktes" Turnier.

Und die Spieler?
Es ist kompliziert für die Spieler. Sie sind unter extremem Druck und die äußeren Umstände machen es nicht einfacher. Vor allem aber haben die soziale Netzwerke dazu geführt, daß es keine Emotionen und Kommunikation mehr gibt. Sie haben alle Angst und geben nichts mehr von sich.

Wie kommt es, dass Tennis keine Doping Probleme hat?
Beim Tennis gibt es eine Vielzahl von Kontrollen. Es gab ein paar Probleme in der Vergangenheit, aber es ist wahr, dass in diesem Sport alles unter Kontrolle. ist. Einige haben über die Stränge geschlagen und wurden bestraft. Wir müssen sehr streng sein.
Interview von Patrick Cabannes

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